August 23, 2016

Mängel ohne Ende, aber ASPIRE / BEARM kümmert's nicht | Countless defects, but ASPIRE / BEARM don't care

Erneut haben Einbrecher die Tatsache zu nutzen versucht, dass BERLIN ASPIRE und die Hausverwaltung BEARM nichts für die Instandhaltung des Gebäudes tun.

Seit Monaten weisen Mieter_innen darauf hin, dass das Schloss der Haustür kaputt ist - und es geschieht nichts. Ebensowenig wurden andere Mängel beseitigt, die längst dokumentiert sind. Die Betriebskosten sind trotzdem stark angehoben worden. Die Hausbewohner_innen haben wegen der unhaltbaren Zustände jetzt die Wohnungsaufsicht alarmiert.


Once more, burglars took advantage of the fact that BERLIN ASPIRE and the property management BEARM do nothing for the maintenance of our tenement building.

For months, tenants habe been poiting out, that that the lock of the front door is broken - and they did not do anything about it. Neither were any of the other defects fixed which have been repeatly reported to BEARM. The tenants now informed Berlin's apartment supervision authority about the intolerable conditions.


June 13, 2016

"Der Eimer ist voll!" | "The garbage can is full!"




Obwohl die Betriebskosten längst überdurchschnittlich hoch sind, lässt BERLIN ASPIRE die Bewohner_innen der 114 weiterhin im (Sperr-)Müll leben. Der dringenden Bitte nach einer weiteren Mülltonne wurde bis heute nicht entsprochen.

Wir sagen: "Der Eimer ist voll! Schmeißt euren Müll dem Hausbesitzer vor die Tür!"





Although service charges are far higher than average, BERLIN ASPIRE leaves the tenants of Reichenberger 114 live in garbage. The demand for another garbage can was not met until today.

We say: 'The garbage can is full! Throw your garbage in front of the landlord's door!"


May 21, 2016

ASPIRE vermietet weiter Ferienwohnungen! | ASPIRE continues to rent out holiday apartments!

AirBnB hat ASPIRE und andere "Profis" von ihrem Portal geworfen. Nun vermietet ASPIRE Ferienwohnungen als "Wohnen auf Zeit" ganz offen auf ihrer Seite - eine Lücke, mit der viele Anbieter das Zweckentfremdungsverbot umgehen.

AirBnB threw ASPIRE and other "professionals" from its website. However, ASPIRE continues to rent holiday apartments as "short-term" openly on their own page - a more and more common move to circumvent the Berlin "Zweckentfremdungsverbot" (Berlin law against misappropriation of apartments).





Liste der Häuser von BERLIN ESTATE bzw. ASPIRE 

List of the tenant buldings owned by BERLIN ESTATE and ASPIRE (with the number of holiday apartments)


Mittenwalder Straße 47 in Kreuz­berg (mindestens 2 Ferienwohnungen)

Karl-Kunger-Straße 26 in Treptow (8 Ferienwohnungen)

Hermannstraße 232 in Kreuzberg

Sonnenburger Straße 55 in Prenzlauer Berg (mindestens 5 Ferienwohnungen)

Blücherstraße 37 in Kreuzberg (5 Ferienwohnungen)

Fürbringer Straße 27 in Kreuzberg (mindestens 1 Ferienwohnung)

Wildenbruchstraße 6 Neukölln (2 Ferienwohnungen)

Weserstraße 59/60 in Neukölln (2 Ferienwohnungen)

Helmholtzstraße 24 in Charlottenburg (3 Ferienwohnungen)

Oldenburger Straße 28 in Moabit (1 Ferienwohnung)

Hobrechtsraße 40 in Neukölln (7 Ferienwohnungen)

Stephanstraße 52 in Moabit (3 Ferienwohnungen)

Huttenstraße 71 in Tiergarten (Moabit) (mindestens 1 Ferienwohnung)

Fehmarner Straße 6 im Wedding (mindestens 7 Ferienwohnungen)

Reichenberger Straße 114 in Kreuzberg

Weisestraße 21 (4 Ferienwohnungen)
http://berlinestate.com/projects/weise-strasse/

Emser Straße 102
http://berlinestate.com/projects/emser-strasse/

Voigtstraße
http://berlinestate.com/projects/voigt-strasse/

Grunewaldstraße
http://berlinestate.com/projects/grunewald-strasse/

Guineastraße
http://berlinestate.com/projects/guniea-strasse/

Biebricher Straße 2 Neukölln (2 Ferienwohnungen)

Donaustraße 10-11

September 3, 2015

Stadtweiter Flohmarkt - "Karte der Verdrängung" - BEARM | city wide flea market - "map of expulsion" - BEARM

[english below]

Liebe Leute,
hoffentlich seid ihr alle heil und erholt aus dem Urlaub zurück oder habt hier Kraft tanken können für eine weitere Etappe im Kampf gegen BERLIN ASPIRE, BEARM und Konsorten.

Wir möchten euch auf drei Dinge hinweisen.

1. Am 6. September 2015 wird es u. a. in der Reichenberger Str. 114, der Forster Str. 20, Wiener Str. 20,
der Görlitzer Str. 37 und 50, der Cuvrystr. 29, der Oppelner Str. 20 und noch vielen anderen Häusern in Kreuzberg, Treptow, Neukölln und Schöneberg Hinterhofflohmärkte geben. Alle Adressen findet ihr hier.
Kommt vorbei, lernt eure Nachbarschaft kennen, stöbert und findet tolle Sachen!

2. Die Wrangelkiez-Initiative "Bizim Kiez", die weiterhin jeden Mittwochabend in der Wrangelstrasse eine Kundgebung organisiert, arbeitet an einer "Karte der Verdrängung" in SO 36. Wenn ihr Infos zu weiteren Häusern habt (Eigentümer, Hausverwaltung und Konfliktchronik), könnt ihr das an melden@bizim-kiez.de schicken.

3. In der TAZ (Print) ist ein Artikel über die Machenschaften der BEARM Hausverwaltung in der Voigtstrasse 42 erschienen, den wir euch nicht vorenthalten wollen.




Hi everybody,Hopefully all of you have all returned safe from vacation or were able to recharge your batteries in town for another stage in the fight against BERLIN ASPIRE, BEARM and alike. 

We would like to draw your attention to three things. 

1. On September 6, 2015, there is a city wide back yard flea market (e.g in here in Reichenberger Str. 114, Forster Str. 20, Wiener Str. 20, Görlitzer Str. 37 and 50, Cuvrystr. 29, Oppelner Str. 20) in Kreuzberg, Treptow, Neukölln and Schöneberg. All addresses can be found here.Come along, get to know your neighborhood and find great stuff!

2. The Wrangelkiez-Initiative "Bizim Kiez", which continues to organize a protest rally every Wednesday in Wrangelstrasse, is working on a "map of expulsion" in Kreuzberg 36. If you have information on other houses (landlords, property management and conflict chronicle), please send it to melden@bizim-kiez.de. 

3. Berlin newspaper TAZ (print) published an article on the evil activities of BEARM Property Management in Voigtstrasse 42 (in German only).

June 10, 2015

Suizid in BERLIN ASPIRE-Haus | Suicide in BERLIN ASPIRE apartment building

In der Karl Kunger Str. 26 ist es zu dem Suizid eines älteren Mieters gekommen, der womöglich in einem Zusammenhang steht mit der aggressiven Umwandlungspraxis durch den Investor BERLIN ASPIRE - so zumindest legt es ein Artikel auf dem Blog der Mieter_innen-Initiative Karla Pappel nahe.
In jedem Fall: Helft einander und organisiert euch! Nur zusammen sind wir stark!

Unfortunately, it has come to the suicide of an elderly tenant in Karl Kunger Str. 26. According to an article on the blog of the tenant initiative Karla Pappel, the suicide has to be seen in the context of the aggressive conversion practices by the investor BERLIN ASPIRE
In any case: Support each other and get organized! Only together we are strong!





May 8, 2015

Solidaritätsgraffiti gegen BERLIN ASPIRE Teil III | Solidarity graffiti against BERLIN ASPIRE Part III



Unsere Nachbar_innen werden gesehen haben, dass die Fassade der Reichenberger Strasse 114 immer wieder mit Graffiti in Solidarität mit deren Bewohner_innen versehen wird. Klar, weil BERLIN ASPIRE die Wohnungen teuer verkaufen will, stört sie das. Oder will BERLIN ASPIRE inzwischen sogar das ganze Haus abstoßen, weil die kürzlich erlassene Umwandlungsverordnung ihren Machenschaften einen Strich durch die Rechnung macht?


Jedenfalls hat BERLIN ASPIRE kürzlich alle Außen- und Treppenhauswände eilig übermalen lassen (reichlich schlampig übrigens). Weil vielen das zu langweilig war, war es bald schon wieder bunt. Einige Eindrücke seht ihr hier.












Neighbours probably noticed that the facade of Reichenberger Strasse 114 is often improved with graffiti in solidarity with the building's tenants. As BERLIN ASPIRE wants to sell the tenents' homes at a maximum prize, they rely on a conflict-free image. That's why they instructed their property management BEARM to immediately remove all graffiti. Recently, BERLIN ASPIRE had even all walls painted over in a hasty action (pretty sloppy by the way.) Is it because the want to get rid of the whole building after the Berlin parliament passed a new regulation of condominium conversion? 


 Anyway, the whitewashed walls didn't last for long. We have documented some impressions here. This might be particularly interesting for prospective buyers here and abroad. Be aware, BERLIN ASPIRE withholds the truth from you about the tenants resistance!









April 21, 2015

Neue Artikel über die Machenschaften von Immobilienunternehmen | New articles expose BERLIN ASPIRE and alike

Two new articles in the Berlin press expose the deceptive practices of BERLIN ASPIRE and alike--but also see resistance rising.

Der Tagesspiegel widmet sich in einem Spezial den Machenschaften von Immobilienunternehmen - und dem Widerstand der Mieter_innen.

"Häuserkampf - Rausfliegen, wo andere Urlaub machen: Über das Internet werden in Berlin immer mehr private Ferienappartements angeboten. Das verändert den Markt für Mieter – weil Touristen ihnen die Wohnungen streitig machen. In dieser dreiteiligen Geschichte erkunden wir, was Menschen eigentlich hier suchen und wie Online-Firmen ihnen ein Gefühl verkaufen. Wir erzählen, wie Immobilienunternehmen die Stadt als Spekulationsmasse nutzen. Und wie ganz normale Berliner versuchen, sich dagegen zu wehren."

Lesenswert ist außerdem folgender Artikel über die Zunahme fristloser Wohnungskündigungen und Zwangsräumungen: Immer mehr Zwangsräumungen in Berlin (Tagesspiegel.de 18.04.2015)

March 26, 2015

REICHE 114 spendet für eigene Hausverwaltung | REICHE 114 donates to BEARM property management

Tenants and neighbours of REICHENBERGER 114 have collected donations for BEARM property management as BEARM seems not to have the money for a second key to the boiler room (and prefers to see the tenants freeze).

Übergabe einer Spendensammlung der MieterInnen der Reichenberger Str. 114 und ihrer NachbarInnen für einen zweiten Heizungskeller-Schlüssel an die Hausverwaltung BEARM

Wir wissen: Berlin Aspire gibt sich gerne groß, ist aber doch wohl eher klein. Ebenso die Hausverwaltung BEARM, an der Berlin Aspire 95% der Eigentümeranteile hält. Und weil die beiden so arm dran sind, mussten wir MieterInnen der Reichenberger Str. 114 diesen Winter immer wieder im Kalten sitzen.

Im November/Dezember 2014 fiel vom 27.11. bis 5.12. die Heizungs- und Warmwasserversorgung im gesamten Haus aus. Brenner-Totalschaden. Aber dass der Brenner defekt war und hätte ausgetauscht werden müssen, war schon bei der letzten Inspektion am 17. Februar 2014 festgestellt worden. Nur Berlin Aspire wollte sich um die Reparatur drücken. Vergebens, der Brenner verreckte endgültig und wir froren.

Und vom 09.02. bis 10.02.2015 noch mal das Gleiche. Totalausfall der Heizung- und Warmwasserversorgung für alle MieterInnen. Diesmal lag zwar kein Brenner-Totalschaden vor, aber weil BEARM leider nur einen Schlüssel für den Heizungskeller hat und ein Mitarbeiter diesen mit nach Hause genommen hatte und dieser Mitarbeiter zu allem Unglück auch noch erkrankte, konnte eben niemand in den Heizungskeller geschickt werden, um die Anlage wieder anzuschmeißen. Und weil ein Totalausfall der Heizungsanlage kein Notfall ist, wurde natürlich auch kein Notdienst beauftragt.

Wir MieterInnen sind aber handfeste OptimistInnen und glauben unerschütterlich daran, dass irgendwann Vernunft, Logik und Verantwortungsgefühl auch bei den Menschen von Berlin Aspire und BEARM einziehen werden. Aber um die Zeit bis dahin zu überbrücken, haben wir zusammengelegt und für einen zweiten Heizungskeller-Schlüssel gesammelt.

Daher: einfach das Sparschwein öffnen, mit dem vorhandenen Heizungskeller-Schlüssel zum Schlüsseldienst gehen und freundlich darum bitten, dass er nachgemacht wird. Sollte das allerdings eine Überforderung darstellen, bieten wir an, all diese komplizierten Schritte selbst zu erledigen und den Ersatzschlüssel auch gleich bei uns aufzubewahren. Dann ist er stets vor Ort und wir müssen nicht mehr frieren.

Die edlen SpenderInnen:

Mieterinnen und Mieter der Reichenberger Str. 114 und ihre NachbarInnen 
 
 
 

March 20, 2015

BERLIN ASPIRE als Betrüger geoutet | BERLIN ASPIRE accused of fraud

BERLIN ASPIRE accused of fraud

A news study has proven: BERLIN ASPIRE systematically buys tenent buildings, converts them into condominiums and abuses AirBnB to rent them out to tourists--excessively overprized, of course.


BERLIN ASPIRE als Betrüger geoutet

Was wir schon lange wussten, wird nun durch ein Projekt der FH Potsdam bestätigt: BERLIN ASPIRE gehört zu den Top 10 der AirBnB-Anbieter in Berlin. AirBnB ist als Plattform für Privatpersonen gedacht, die kurzzeitig ihre Wohnung oder ihr Zimmer an Touristen vermieten wollen, etwa wenn sie selbst verreist sind. Aber Betrüger wie BERLIN ASPIRE bieten Wohnungen im großen Stil an und missbrauchen dadurch eindeutig diese »Sharing Economy«-Portale.

"Top equipped apartment in Weserkiez" = 1150 €/Monat für 1,5 Zimmer
"New in the heart of Kreuzkölln" = 1095 €/Monat für 1,5 Zimmer
Berlin Aspire bietet in seinen Verkaufskatalogen frisch umgewandelte Eigentumswohnungen an. Als zusätzliches Serviceangebot sucht und findet BERLIN ASPIRE dann auch gerne noch die richtigen MieterInnen für diese Wohnungen. Bei AirBnB bietet Berlin Aspire mindestens 24 Wohnungen an. Werden alle drei Punkte zusammengezogen, wird deutlich: BERLIN ASPIRE wandelt Mietwohnungen um und verkauft sie an KapitalanlegerInnen mit der klaren Absicht sie stellvertretend für diese als Ferienwohnungen zu betreiben.

Berlin gilt inzwischen international als schlechtes Beispiel für die Zerstörung des Mietwohnungsmarktes in ganzen Stadtteilen. Der gewerbliche Missbrauch von Plattformen wie AirBnB durch BERLIN ASPIRE ist daran maßgeblich mit beteiligt

January 30, 2015

SoliParty gegen Verdrängung und für die Reiche 114! | Benefit party against expulsion and in support of Reiche 114!

SoliParty gegen Verdrängung und für die Reiche 114!

Benefit party against expulsion and in support of Reiche 114!




Wann? |  When?
Samstag, 31. Januar, ab 21:00  | Saturday, Jan 31, 9 pm

Wo? | Where?
Regenbogenfabrik, Lausitzer Straße 22, 10999 Berlin

Eintritt?  |  admission fee?
Spende ab 3,- Euro aufwärts  |  donation: 3 € or more

DJs?
Tortenheber kollektiv
Special Guest: DJ shuffle // punk/ ska/ pop

Barrierefrei? | accressible?
Leider sind die Räume nicht barrierefrei. | Unfortunately not.

Rauchen? | smoking?
Rauchfrei | smoke-free


Die ca. 100 Leute der Reiche 114 wehren sich gegen ihre akute Verdrängung und die Zerstörung ihres über Jahrzehnte gewachsenen solidarischen Zusammenwohnens durch den momentanen Eigentümer Berlin Aspire Real Estate. Erste Versuche der Kontrolle, Spaltung und Schikane konnten die Bewohner_innen erfolgreich abwehren. Doch der Widerstand kostet Zeit, Kraft, Nerven und Geld. Daher sind die Leute der Reiche 114 allen dankbar, die sie bis jetzt unterstützt haben und freuen sich über weitere Unterstützung. Eine angenehme Art und Weise der Unterstützung bietet sich mit dieser Soliparty.

Ganz besonders herzlich sind alle eingeladen, die den Leuten aus der Reiche 114 bei dem Heizungsausfall solidarisch Heizgeräte gespendet oder geliehen haben, ihre Bäder geöffnet haben oder sie rechtlich beraten haben! 1000 Dank nochmals!

Berlin Aspire Real Estate kauft indes munter weiter Häuser ein, um sie zu entmieten, umzuwandeln und die Wohnungen als Anlageobjekte zu verkloppen und stellvertretend für die neuen Eigentümer_innen als Ferienwohnungen zu betreiben. Inzwischen ist von folgenden Häusern bekannt, dass sie von Berlin Aspire Real Estate gekauft wurden:
Fürbringer Straße 27, Mittenwalder Straße 47, Reichenberger Straße 114, Neuenburger Str. 17, Möckernstraße 67, Blücherstr. 37, Voigtstr. 42, Wildenbruchstraße 6, Hermannstraße 232, Hobrechtstraße 40, Emser Str. 102, Donaustr. 10-11, Stephanstr. 52, Huttenstr. 71, Oldenburger Straße 28, Grunewaldstr. 89, Bautzener Platz 3, Sonnenburgerstraße 55, Fehmarner Str. 6, Guineastr. 35, Helmholtzstraße 24, Karl-Kunger Str. 26.

WIR BLEIBEN ALLE!!!


December 8, 2014

Update Heizungsausfall: Erklärung Reiche 114 | Update Heating outage: Press release Reichenberger 114

"Am 9. Tag des Ausfalls der Heizung und des Warmwassers wurde nun endlich der kaputte Brenner repariert oder vielleicht sogar ausgetauscht. Aber nicht für alle Mieter_innen hat sich dadurch die Situation sofort befriedigend geklärt, denn noch immer bleiben bei einigen die Heizkörper kalt oder lauwarm und am Wochenende ist wiederholt das Warmwasser ausgefallen.

Klar, es kann sein, dass es noch ein wenig Zeit braucht, bis die Heizungsanlage wieder richtig funktioniert. Aber es kann auch sein, dass Berlin Aspire und BEARM weiterhin kein Interesse an einer funktionierenden Heizungsanlage in dem Haus haben. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob alle Mieter_innen ihre Heizkörper dauerhaft ausreichend warm bekommen und ob wir duschen können, wenn uns danach ist und wir Zeit dafür haben oder ob wir duschen müssen, wenn gerade das Wasser warm ist.

Aber was auf jeden Fall klar ist: wir halten zusammen und informieren und unterstützen uns gegenseitig, wo wir nur können. Und allen, die uns von Außen geholfen haben, indem sie uns Radiatoren zur Verfügung gestellt haben, uns in ihren Bädern baden und duschen ließen oder uns beraten haben: 1000 Dank! Ihr seid großartig! Mit eurer Hilfe kämpft es sich viel leichter!

Sollen sich doch die von Berlin Aspire und BEARM warme Socken anziehen, denn sie bekommen mit Sicherheit kalte Füße, wenn sie ihren Anleger_innen nicht die versprochene Rendite auszahlen können, denn uns bekommen sie hier nicht raus!"

Frieren lassen mit Methode? Solidarische Grüße aus dem "Bibberhaus" Reichenberger 114 nach Mariendorf

December 4, 2014

Heizungsausfall Tag # 8: Erklärung Reiche 114 | Heating outage day # 8: Press release Reichenberger 114

"Heute ist Tag 8 im Totalausfall der Heizung und Warmwasserversorgung im gesamten Komplex Reichenberger Str. 114. Nach wie vor werden wir hingehalten. Eigentlich sollte heute repariert werden, aber welch Wunder: es gab "technische Probleme".
Dabei ist seit der letzten Wartung der Heizungsanlage im Februar 2014 bekannt, dass der Brenner defekt ist und erneuert werden muss! Und es ist genauso lange bekannt, dass mit dem Brenner auch die Kesseltür erneuert werden muss, da sie eine Einheit bilden! Wir haben nur noch 8 Grad in den Wohnungen und stellen uns drauf ein, dass auch morgen wieder irgendwas einer fachgerechten und dauerhaften Reparatur im Wege stehen wird.
Aber was diese Situation auch gezeigt hat: Wir bekommen viel Solidarität. Bereits in den ersten 24 Stunden nach unserem Hilferuf wurden uns 13 Radiatoren und Heizlüfter zur Verfügung gestellt und teilweise sogar vorbeigebracht. Viele der Radiatoren, die nun bei uns stehen, haben schon schlimme Geschichten hinter sich und kommen nicht das erste Mal im Widerstand gegen aggressive Entmietung zum Einsatz. So standen sie schon in einem der verschenkten GSW 23 Häuser, in der Schlesischen 25 oder in der Gräfestraße. Selbst von Menschen die trotz solidarischer Unterstützung durch Aktivist_innen und Nachbar_innen im Auftrag ihrer Wohnungseigentümer von der Polizei brutal zwangsgeräumt wurden, wurde uns ein Radiator vorbeigebracht. Und nach und nach lernen wir nun auch die Bäder unsere Nachbar_innen kennen. Denn duschen und baden gehen wir nun gegenüber, nebenan oder um die Ecke.
Herzlichen Dank an alle!"



Der alarmierende Wartungsbericht vom Februar 2014: 
"Brenner defekt und kann nur erneuert werden"

Hier noch der ursprüngliche Hilferuf der Reiche 114 auf dem Blog der Wilden Weser.

December 3, 2014

BERLIN ASPIRE & BEARM: Kaltes Entmieten? | BERLIN ASPIRE & BEARM: systematic cold exposure?

In der Reichenberger Str. 114 müssen Familien und Wohngemeinschaften seit Freitag, 28.11., ohne Heizung und Warmwasser auskommen - bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt!Der Hauseigentümer BERLIN ASPIRE hatte sich zuvor geweigert, einen seit 9 Monaten bekannten Schaden an der Hausheizung zu reparieren.

Es liegt nahe, hinter der Tatenlosigkeit System zu vermuten: "Es geht um das 'kalte Entmieten'", schreibt die Stadtteilinitiative Cafe Reiche, "denn schliesslich werden die Altbau-Mietwohnungen bereits seit Monaten als luxussanierte Eigentumswohnungen im Netz angeboten."

Erst auf Ankündigung einer einstweiligen Verfügung hat die BEARM-"Hausverwaltung" postwendend ihre Leute vorbeigeschickt, um den Mieter_innen anzukündigen, dass am morgigen Donnerstag mit der Reparatur begonnen wird.

Offensichtlich wollen BERLIN ASPIRE und BEARM finanziellen Schaden abwenden und nicht zu viel schlechte Presse riskieren. Wir sind gespannt...

Since last Friday, all inhabitants - among them small children - of Reichenberger Strasse 114 are left without heating and hot water - at temperatures far below zero degrees. The house's owner BERLIN ASPIRE had previously refused to repair a damage of the heating that was known for 9 months. It's very likely that this inaction is systematic and aims to intimidate the tenents.

Only on a warning of a preliminary injunction, BEARM property management immediately sent their people to announce that the repair will start tomorrow. Obviously, BERLIN ASPIRE and BEARM want to avert financial damage and not risk too much bad press.



November 6, 2014

Solidaritätsgraffiti gegen BERLIN ASPIRE Teil II | Solidarity graffiti against BERLIN ASPIRE Part II

Unsere Nachbar_innen werden gesehen haben, dass die Fassade der Reichenberger Strasse 114 immer wieder mit Graffiti in Solidarität mit deren Bewohner_innen versehen wird. Klar, weil BERLIN ASPIRE die Wohnungen teuer verkaufen will, stört sie das. BERLIN ASPIRE hat daher die Hausverwaltung BEARM beauftragt, alle Soli-Graffiti postwendend zu überstreichen.

Wir dokumentieren hier mal wieder einige Eindrücke der letzten Wochen - insbesondere für die Kaufinteressent_innen im In- und Ausland, denen die Widerstände der Mieter_innen vorenthalten werden sollen.

Anyone in the neighborhood has probably noticed that the facade of Reichenberger Strasse 114 is often improved with graffiti in solidarity with its tenants. As BERLIN ASPIRE wants to sell the tenents' homes at maximum prize they need a conflict-free image. So they have instructed their property management BEARM to immediately remove all solidarity graffiti.

So that everyone can take a look, we have documented some impressions here. This might be particularly interesting for prospective buyers here and abroad. Be aware, BERLIN ASPIRE withholds the truth from you about the tenants resistance.












October 7, 2014

Rückblick: Videokundgebung gegen Verdrängung | Review: Video demonstration against expulsion

Über 100 Nachbar_innen kamen bei der Videokundgebung am 2. Oktober vor der Reichenberger Strasse 114 zusammen und tauschten ihre Informationen, Sorgen und Erfahrungen aus. Hunderte Passant_innen nahmen Flyer mit, die über den aktuellen Stand im Kiez informieren. Gezeigt wurden Clips zur Zwangsräumung in der Reichenberger Str. 73 im März 2014 und der Dokumentarfilm "Mietrebellen".

About 100 neighbors gathered on October 2 at the video demonstration in front of Reichenberger 114 and shared their information, concerns and experiences regarding gentrification and expulsion. Hundreds of pedestrians took interest in flyer informing on the current status in the neighborhood. Video clips on the forced eviction in the Reichenberger Str. 73 in March 2014 and the documentary "Mietrebellen" were shown.

Wir dokumentieren hier den Redebeitrag zur Videokundgebung gegen Verdrängung am 2. Oktober 2014:
 
"Am Abschnitt Reichenberger Straße zwischen Forster und Liegnitzer Straße lassen sich exemplarisch drei Verdrängungspraktiken thematisieren, die vielen Menschen hier im Kiez und stadtweit massive Probleme bereiten:

1. Aggressiver Austausch langjähriger Mieter_innen durch zahlungskräftige Neumieter_innen

Das Haus Reichenberger Str. 73 gehört der Familie Brenning. Ernst Brenning, CDU-Politiker, Alter Herr einer Burschenschaft und Notar betreibt seit Jahren den Rausschmiss seiner langjährigen Mieterschaft. Auf die Spitze trieb er es mit der Zwangsräumung einer fünfköpfigen Familie aus der Wohnung im Vorderhaus rechts 1. Stock, direkt über der Pizzeria, am 27. März diesen Jahres.

Brenning klagte über Jahre hinweg gegen diese Familie mit immer wieder neuen fadenscheinige Beschuldigungen. Er verlor. Aber er klagte weiter bis er irgendwann auf eine Richterin stieß, die ihm eine an den Haaren herbeigezogene Schutzgelderpressung durchgehen ließ. Die Pizzeriabetreiberin, eine ehemalige Hauswartsfrau der Brennings, arbeitete ihm dabei naiv oder mutwillig zu und trug so letztlich mit zur Räumung bei.

Obwohl der Prozess um die Kündigung der Wohnung noch nicht abgeschlossen ist, konnte Brenning die Familie räumen lassen. Bei der Räumung solidarisierten sich viele Nachbar_innen mit der Familie und bildeten eine Blockade am Hauseingang. Doch Brenning beantwortete die Solidarität der Nachbar_innen mit einem brutalen Polizeieinsatz. Nach der Räumung und bei der Demo zwei Tage später nahm die Polizei bis zu 15 Menschen fest. Der erste Repressionsprozess gegen Eine der Festgenommenen hat inzwischen begonnen, wurde aber auf Mitte Oktober vertagt, weil der geladene Zeuge – ein Polizist – nicht erschienen war. Dass ihn nun eine Geldstrafe von 150 € oder 3 Tagen Knast erwarten, ist nur ein geringer Trost, denn die Anschuldigung wegen Beleidigung ist noch nicht vom Tisch. Die Anklage wegen Widerstands wurde dagegen bereits fallengelassen. Wir fordern, dass auch alle anderen Anklagen fallengelassen werden und keine Zwangsräumungen mehr durchgeführt werden!

Der Berufungsprozess der zwangsgeräumten Familie ist nach wie vor offen. D. h. bis heute ist noch nicht geklärt, ob die Familie überhaupt hätte ausziehen müssen. Dass das Landgericht die Berufung angenommen hat, zeigt zumindest deutliche Zweifel, dass das Räumungsurteil des Amtsgerichts rechtsgültig ist. Die Berufung wird am 3. Dezember um 10:45 Uhr am Landgericht, in der Littenstraße 12-17 in Mitte, 3. Stock, Raum 3807 verhandelt. Doch Brenning hat sein Ziel schon jetzt erreicht: die Wohnung ist für die Familie verloren und er konnte sie teurer neu vermieten.

Und genau das ist Brennings Masche: Mieter_innen mit allen Mitteln raus klagen und raus ekeln und die Wohnungen dann teurer neu vermieten. Eine Wohnung im Dachgeschoss des Hinterhauses wurde vor einigen Jahren auf Eigenbedarf gekündigt. Eine kinderreiche Familie musste ausziehen. Vor kurzem wurde diese Wohnung auf Immonet zum Preis von fast 2.000,- € Miete monatlich angeboten. Luxusmodernisiert mit Parkett, zwei Bädern mit Schiefer und Marmor ausgestattet, Tropical Rain – Wellness Dusche und Bidet. Und das ganze in einer angeblich netten Hausgemeinschaft im reizvollen Reichenberger-Kiez. Bevor Brenning seine aggressive Entmietung betrieb, war die Hausgemeinschaft tatsächlich nett. Es ist mehr als schäbig, dass Brenning seine langjährigen Mieter_innen drei Mal verheizt: erst zockt er sie ab, dann schmeißt er sie raus und dann vermarktet er sie noch als wertsteigernde Etikette. Schäm dich Brenning!

Wir fordern alle Wohnungssuchenden auf sich zu informieren, wie die Wohnungen frei geworden sind, in die sie einziehen wollen! Hier im Kiez wollte bis vor kurzem niemand wohnen, der Wert auf eine vorzeigbare Wohnadresse legte. Jetzt werden immer wieder Mieter_innen durch Zwangsräumungen oder andere Schikanen aus ihren Wohnungen gedrängt, weil dieser Kiez inzwischen angesagt ist und die Eigentümer wesentlich höhere Mieten bei Neuverträgen verlangen können. Jedem Neumieter sollte bewusst sein: Eine Wohnung hier ist selten einfach so zufällig leer! Oft wurden die langjährigen Mieter_innen aggressiv aus ihnen verdrängt! Wie soll eine angenehme Nachbarschaft unter diesen Voraussetzungen möglich sein?

2. Vertreibung des langjährigen Kleingewerbes

Der Edeka an der Ecke Reichenberger/Forsterstraße wird zum 25. Oktober schließen. Die Filiale wird aufgelöst, denn der Gewerbemietvertrag wurde nicht verlängert und der Betreiber konnte im näheren Umfeld keine bezahlbaren neuen Räume finden. Die Vermieter-Eigentümer planen die Räume in drei separate Einheiten aufzuteilen und einzeln neu zu vermieten. Dabei ist dieser Edeka seit Jahrzehnten die tägliche Einkaufsadresse für mehrere tausend Anwohner_innen. Nun muss er schließen. Ein Stück Kiez geht mit ihm verloren und alte, in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen müssen länger Wege und ein anonymes Supermarkteinkaufen auf sich nehmen.

Doch der Edeka ist kein Einzelfall. Ein paar Ecken weiter an der Reichenberger/Lausitzerstraße hat erst vor kurzem ein Kiosk und Späti geschlossen. Neuvermietet wurden die Räume an eine Bürogemeinschaft. Und auch von Kiosken hier wissen wir, dass sie Mieterhöhungen von 1000,- Euro bekommen haben.

Uns macht es wütend, dabei zugucken zu müssen, wie unsere Versorgungs-Infrastruktur zusammen bricht, weil Eigentümer den Hals nicht voll genug kriegen können. Wir fordern eine Zweckentfremdungsverordnung auch für Gewerbe! Denn wir brauchen hier Kitas und Lebensmittelläden und keine weiteren Galerien, Cafés, Pizzerien und Bürogemeinschaften!

3. Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen

Ein weiteres Problem ist die massenhafte Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Immer mehr Häuser werden von Spekulanten aufgekauft, entmietet, modernisiert, in Eigentumswohnungen umgewandelt und gewinnbringend weiterverkauft. Aktuell trifft es die Reichenberger Straße 114, die durch Berlin Aspire Real Estate in Eigentumswohnungen umgewandelt und als Kapitalanlage vermarktet werden soll. Aber die Mieter_innen wollen das nicht! Sie wohnen dort schon seit Jahrzehnten in einer intakten und solidarischen Nachbarschaft. Das Haus wurde Mitte der '90 mit öffentlichen Mitteln saniert. 80% der Kosten wurden als Fördergelder vom Senat zugeschossen. Der Eigentümer bekam quasi eine Wertsteigerung seines privaten Eigentums auf dem Silbertablett serviert. Ursprünglich waren an diese Fördergelder Auflagen gebunden, wie WBS-Belegungsbindung, 20 Jahre Mietpreisbindung und eigentlich auch eine dauerhafte Anrechnung der Fördergelder auf die Miete nach BGB 558 Absatz 5. D. h. die Mieten in diesem Haus müssten aufgrund der umfangreichen Fördergelder eigentlich immer unterhalb des Mietspiegels liegen. Aber wen kümmert's? Die Eigentümer umgehen hier und da die WBS-Bindung und die Gerichte hebeln mal eben Paragraphen aus. Eine dauerhafte Anrechnung der Fördergelder käme ja einer Enteignung gleich, so die Richter. Vergessen waren die hohen Summen, die die öffentliche Hand den privaten Eigentümern schenkte um sie zur Sanierung und Modernisierung ihrer heruntergekommenen Häuser zu animieren. Der Stadtteil war so heruntergekommen, weil die Politik jahrelang eine verfehlte Wohnungsbaupolitik betrieben hatte. Wenn man sich die aktuellen Reden der Politiker anhört, ist offensichtlich: die Politik hat bis heute nichts dazugelernt.

Und weil das alles noch nicht schlimm genug ist, lügt die SPD, wo sie nur kann. Während Bausenator Michael Müller in der Presse lamentiert, dass Berlin dringend eine Umwandlungsverordnung braucht, aber leider der Koalitionspartner CDU blockiert, fegt Iris Sprangen, Sprecherin der SPD, das Thema Umwandlungsverordnung von der Tagesordnung des zuständigen Ausschusses im Abgeordnetenhaus. Dabei könnte die SPD mit den Stimmen der Opposition im Abgeordnetenhaus eine Umwandlungsverordnung beschließen. Aber die SPD will nicht! Denn die SPD vertritt genauso wenig wie die CDU die Interessen der normal bis gering Verdienenden in dieser Stadt. Uns bleibt deshalb nur ein Weg: unsere Interessen selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb sind wir heute hier auf der Straße und fordern: Umwandlungsstopp jetzt sofort!"